Marcel
Schrötter

Moto 2
RennserieMoto2
Geburtsdatum02.01.1993
GeburtsortLandsberg am Lech
Nationalitätdeutsch
Größe171 cm
Gewicht68 kg
Familienstandledig

Im zarten Alter von 2 Jahren machte Marcel seine erste Bekanntschaft mit dem Zweirad(Dreirad)-Sport, als Beifahrers seines großen Bruders Benjamin im Seitenwagen einer Yamaha PW 50. Doch er wollte unbedingt selber fahren. So ging das Abenteuer Motorradsport richtig los! Sein erstes Rennen fuhr Marcel im Sommer 1996 mit 3,5 Jahren in Reichling auf der dortigen Motocross-Strecke. Zum seinem vierten Geburtstag bekam er eine neue KTM, mit der er 1,5 Jahre an einigen kleineren Motocross-Rennen teilnahm.

Ende 1999 wechselte er in die Straßenrennszene aufs Pocket-Bike. Nach seiner ersten Saison, in der er Platz 5 belegte, kam er ins DMSB-Road-Racing-Junior-Team, zu dem er heute noch gehört. Die zweite Saison auf dem Pocket-Bike endete auf Platz 3. 2002 beendete er seine Poket-Bike-Karriere mit dem Deutschen Meistertitel in der Nachwuchsklasse. Es folgte 2003 der Umstieg aufs Mini-Bike (GMR-KTM 65 ccm). In dieser neuen Klasse belegte Marcel im ersten Jahr den 5. Platz und ein Jahr darauf bereits den 3. Platz.

Der nächste Schritt erfolgte im Jahr 2005, als er auf einer Aprilia 125 ccm im ADAC-Junior-Cup an den Start ging. Die erste Saison verlief für den jüngsten Rookie sehr erfolgreich. Er wurde auf Anhieb Dritter und gewann das erste Rennen in Ungarn auf dem Pannoniaring. In der Saison 2006 im ADAC-Junior-Cup holte er im ersten Rennen die Pole, es folgten zwei Siege in Oschersleben und auf dem Laussitzring. Am Ende fehlten ihm lediglich vier Punkte zum Titel. 

Im Jahr 2007 fuhr Marcel seine erste Saison in der IDM 125 (Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft) und belegte in seinem Rookie-Jahr Gesamtplatz fünf, bevor er die folgenden zwei Jahre, 2008 und 2009, jeweils den Titel für sich entschied.

Im Jahr 2008 machte der deutsche Youngster sein WM-Debüt als Wildcard-Fahrer auf dem Sachsenring. 2009 folgten drei weitere Starts mit einem überaus beeindruckenden fünften Platz im Final-Rennen in Valencia. Seine erste komplette Saison in der Weltmeisterschaft bestritt er im Jahr 2010 für das Interwetten Honda 125 Team. 2011 wechselte Schrötter in das neu gegründete Team Mahindra Racing, für das er fast eineinhalb Jahre gefahren ist, zuerst in der 125ccm-Klasse und später in der Moto3-Klasse.

Rasanter Aufstieg in die Moto2, wechselnde Motorräder und Top-10-Gesamtrang in der Saison 2014

Nachdem er und das Team getrennte Wege gingen, stieg Schrötter mitten in der Saison in die Moto2-Klasse auf, wo er mit einem Bimota-Chassis an den Start ging. 2013 fuhr er eine Kalex. 2014 wechselte der Deutsche zu Tech3 und holte den zehnten Gesamtrang. Für 2016 kehrte er zu Kalex zurück, auf der er die Saison auf dem 14. Platz beendete.

2017 unterzeichnet Marcel Schrötter im Intact GP Team

Seit der Saison 2017 gehört Marcel zu dem Rennstall aus Memmingen. Erneut wechselte er die Motorradmarke und kämpfte an Bord einer Suter und an der Seite seines deutschen Landsmannes Sandro Cortese um Punkte. Nachdem er bis zur Saisonmitte die Top-10 der WM gestürmt hatte, zwang ihn eine langwierige Kahnbeinverletzung zum Auslassen einiger Rennen und hinderte ihn am weiteren Aufstieg.

2018 sorgt für einen Neu-Anfang

Nach einem Jahr mit Suter stand erneut ein Chassis-Wechsel auf dem Plan. Mit Kalex-Engineering kehrte das Intact GP Team zu alten Wurzeln zurück und Marcel Schrötter stürmte in Misano auf sein erstes Podium und sammelte insgesamt 147 Punkte, was ihm den achten Gesamtrang einbrachte.

2019 läutet eine neue Ära ein und in überaus erfolgreiches Jahr soll 2020 noch getoppt werden

Startschuss für das dritte Jahr von Marcel Schrötter im Memminger Rennstall und gleichzeitig für eine neue Ära in der Moto2-Klasse, denn die Intermediate-Kategorie wechselte zu 765ccm Dreizylinder Triumph-Motoren. 2019 war für Marcel Schrötter zwar von Verletzungen begleitet, aber der Bayer konnte sich über seine erfolgreichste Saison freuen. Drei Podien erzielte er, davon ein zweiter Platz in Austin. Das Eröffnungsrennen in Katar beendete er auf dem dritten Platz und als Highlight stürmte er bei seinem Heimrennen auf dem Sachsenring vor tobenden Fans als Dritter auf das Podium. Hinzu kamen ganze fünf erste Startreihen inklusive drei Pole-Positions. Durch einen gebrochenen Mittelfußknochen in Jerez und einem vierfach gebrochenen Schlüsselbein, wodurch er Misano und Aragon verpasste, kam er im Gesamtergebnis auf den achten Rang. Den will Marcel Schrötter 2020 definitiv toppen.

Jetzt erst recht, ein überaus erfolgreiches Jahr sollte 2020 getoppt werden

2020 sollte für Marcel Schrötter endlich verletzungsfrei über die Bühne gehen und ihm den Weg zur WM-Spitze ohne große Zwischenfälle bahnen. Doch es ist alles andere als eine normale Saison, was nicht heißen soll, dass sie nicht erfolgreich werden kann für den einzigen deutschen Starter in der Moto2-Weltmeisterschaft. Nachdem er beim Großen Preis von Katar am 8. März voller Motivation in die Saison startete, ahnte er noch nicht, dass es durch den Ausbruch der Corona-Pandemie über vier Monate dauern würde bis der Wettkampf im Juli in Jerez weitergeht. Ein großer DANK gilt daher den Organisationen DORNA sowie IRTA und FIM, die es unter extremen Anstrengungen möglich machten, dass ganze 15 Moto2-Rennen stattfinden konnten!

Doch auch, wenn die Saison 2020 eine der schwierigsten bislang für das LIQUI MOLY Intact GP-Team war, haben Marcel Schrötter und Tom Lüthi mit 14 x Top-10-Resultaten, darunter fünf Top-5-Erfolge und einem Podium dafür gesorgt, dass die Moto2-Mannschaft den fünften Weltmeisterschafts-Rang der Teamwertung belegte!

Crew-Wechsel und neuer Teamkollege für 2021

Marcel Schrötter und sein Team bestreiten inzwischen die fünfte gemeinsame Saison. Trotzdem gibt es eine Veränderung, die neue Voraussetzungen schafft. Nach vier Jahren mit dem Südtiroler Patrick Mellauner als Crew-Chief an seiner Seite, übernahm nun Michael Thier diese Funktion. Als neuen Teamkollegen erhielt der 28-Jährige den jungen Italiener Tony Arbolino. Mit neuer Power strebt Marcel Schrötter nach einer erfolgreichen Saison 2021.